Die Ausbildung in Sachen Medizinische Massage ist in der Schweiz auf einem hohen Niveau, wenn es darum geht, die Ausbildung mit einem eidgenössischen Fachausweis (FA) abzuschliessen. Diverse Anbieter (z.B. die Swiss Prävensana Akademie) bieten in der Schweiz Lehrgänge, die aus schulischen und praktischen Teilen bestehen, an. Die Ausbildung kann sowohl berufsbegleitend wie auch in Vollzeit vonstattengehen. Wer eine solche Ausbildung bei dem richtigen Anbieter absolviert, gilt als optimal vorbereitet, um die eidgenössische Berufsprüfung abzulegen.
Massage-Heilkunst in der ganzen Welt anerkannt
Massage als Heilkunst gibt es auf der ganzen Welt. Ob in der indischen Ayurveda-Medizin, in USA oder Japan: Medizinische Masseure gibt es auf der ganzen Welt und oft sind die Praktiken weltweit ähnlich. Der zunehmende Stand der Wissenschaft fliesst natürlich auch in die die Ausbildung zum medizinischen Masseur mit ein. Masseure sind zwar keine Ärzte und doch lernen sie in der Ausbildung viel von dem, was zum Beispiel auch Orthopäden lernen müssen: Von Körperbau bis hin zu verschiedenen Krankheitsbildern.
In der Ausbildung lernt der Masseur, wo genau Druck ausgeübt werden muss, um Linderung zu verschaffen.
Vielfältige Anwendungsgebiete für den medizinischen Masseur
Wer einmal gelernt hat, wie medizinische Massage richtig funktioniert, dem eröffnet sich ein weites Anwendungsfeld, z.B.:
- Kiefermassagen bei Zähneknirschen
- Rücken- und Beinmassagen bei Bandscheibenvorfall oder Ischias-Beschwerden
- Lymphdrainage bei zu viel Wasser in den Beinen
- Entspannungsmassagen bei Verkrampfungen/Verspannungen
Die Anwendungsgebiete lassen sich beliebig fortsetzen, was auch eine gewisse Abwechslung in das Berufsbild bringt.
Ausbildungsdauer
Der Weg zum Masseur dauert lange: In Teilzeit, bzw. berufsbegleitend muss man mit 4 Jahren Dauer rechnen, bei Vollzeit-Ausbildung ist man in zwei Jahren fertig.
Wie sieht die Abschlussprüfung nach der Ausbildung Medizinische Massage aus?
Die Abschlussprüfung Medizinischer Masseur oder Medizinische Masseurin ist in vier Prüfungsteile aufgeteilt:
- Teil A: Zwei Stunden schriftliche Prüfung von Fakten und Anwendungswissen
- Teil B: Massage in der praktischen Durchführung inkl. physikalische Therapieformen, Dauer ca. 4 Stunden
- Teil C: Besteht aus zwei Teilen: ca. 1 Stunde mündliches Fachgespräch und eine Fallpräsentation
Man muss alle Prüfungsteile mindestens mit der Note 4,0 bestehen, sonst hat man nicht bestanden.
Das wichtigste Arbeitsmittel bei der Massage sind die Hände des Masseurs
Die Hände sind das Kapital des Masseurs
Die Hände sind eines der wichtigsten Arbeitsmittel eines Masseurs. Den richtigen Gebrauch lernt man während der Ausbildung. Es kommt beim medizinischen Massieren darauf an, an der richtigen Stelle mit gezielten Handgriffen den richtigen Druck auszuüben. Es müssen genau die richtigen Stellen getroffen und bearbeitet werden. Wo welche Knochen, Nerven, Sehnen und Muskeln im Körper liegen, an denen sich der Masseur abarbeitet, ist Gegenstand der ausführlichen Ausbildung. Der Masseur entscheidet, welche Technik beim Patienten, bzw. Kunden eingesetzt wird. Dabei stehen dem Masseur nicht nur Massagen mit der Hand zur Verfügung in klassischer Form zur Verfügung, sondern er lernt während der Ausbildung auch andere Therapieformen wie:
- Elektrotherapie
- Therapien mit Wasser
- Therapien mit Wärme, wozu auch die bekannte Fango-Therapie gehört
Der Beruf ist eine verantwortungsvolle Aufgaben, da mit einer falschen Massage oder einer Massage an einer falschen Stelle auch Beschwerden verschlimmert oder gar erst herbeigeführt werden können.
Nur mit einer fundierten Ausbildung sollte man sich mit einer medizinischen Massage an andere Menschen wagen. Dann kann man z.B. in eigenständigen Praxen, aber auch in Kur- und Rehazentren, Spitälern oder Altersheimen arbeiten.