Die Vorarbeiter Ausbildung – der erste Karriereschritt im Baugewerbe

Bauarbeitern stehen diverse Möglichkeiten offen, in höhere Positionen zu gelangen. Üblicherweise wird daher nach der Ausbildung eine Weiterbildung zum Vorarbeiter angestrebt. Doch was genau ist das eigentlich?

Aufgaben eines Vorarbeiters
So eine Baustelle kann schon einmal chaotisch wirken! Für Personen, die mit dem hiesigen Geschehen nicht vertraut sind, sieht das alles wie ein riesiges Hin und Her aus. Und doch wird dort eine strenge Ordnung eingehalten, ohne die der Ablauf nicht so strukturiert und reibungslos gelingen könnte. Kleinere Teams von wenigen Arbeitern nehmen sich dabei bestimmter Aufgaben an. Die übergeordnete Einteilung der Angestellten und des für sie erforderlichen Materials übernimmt der Vorarbeiter, der zugleich die Qualitätsüberwachung einhält. Wo seine Hilfe benötigt wird, da greift er auch selbst einmal zu. Die Vorarbeiter Ausbildung markiert oft die zweite Stufe auf der Karriereleiter – und baut somit direkt auf der eigentlichen Lehre im Baugewerbe auf.

Voraussetzungen für die Weiterbildung
Wer eine solche Vorarbeiter Ausbildung anstrebt, muss also bereits in einem der zahlreichen Bauberufe eine Ausbildung erfolgreich absolviert haben. So hat er je nach Arbeitsbereich eine Lehre im Umfang von drei oder vier Jahren beendet und hält nun das Eidgenössische Fähigkeitszeugnis in den Händen. Idealerweise sollte er weitere ein bis zwei Jahre an Berufserfahrungen sammeln, um sich für die Weiterbildung zu bewerben. Er muss somit nachweisen können, kompetent genug zu sein, um tatsächlich den nächsten Schritt zu gehen. Neben der Freude an der eigentlichen Arbeit sollte dafür eine Grundeignung vorliegen, um strukturiert zu denken, organisatorische Aufgaben zu übernehmen und Menschen zu führen. Kurzum: Der Kandidat muss geeignet sein, eine höhere Position einzunehmen. Mehr Infos finden Sie hier.

Der Umfang der Ausbildung
Eine Dauer von etwa einem Jahr sollte für die Vorarbeiter Ausbildung eingeplant werden. Die ersten Wochen dieser Zeit werden mit einem Vorkurs verbracht. Das Ziel besteht zunächst darin, mögliche Lücken in den bereits bestehenden Kenntnissen zu vermeiden. Das erworbene Wissen wird somit noch einmal aufgefrischt, ehe der rund zehn Monate andauernde Hauptkurs der Weiterbildung absolviert wird. Dem Bewerber steht es im Vorfeld frei, sich auf einen der unterschiedlichen Bereiche im Baugewerbe zu spezialisieren. Neben dem Holzbau kämen etwa der Hoch- und Tiefbau, der Verkehrswegebau, der Gleisbau oder der Industriebau in Betracht. Dem Interessenten wird daher geraten, diese Frage für sich bereits vor Absenden der Bewerbung zu beantworten und unmittelbar den von ihm gewünschten Ausbildungsweg einzuschlagen.

Die zu erlernenden Inhalte
Die Vorarbeiter Ausbildung befasst sich nicht alleine mit den tatsächlichen Fragen des Bauhandwerks. Vielmehr soll dem Kandidaten das Wissen vermittelt werden, künftig ein eigenes Team an Mitarbeitern zusammenzustellen, es anhand der individuellen Stärken und Schwächen für bestimmte Aufgaben einzuteilen, seine Motivation für die anstehenden Tätigkeiten zu schärfen und die Qualität der durch das Team geleisteten Arbeiten zu überwachen. Das Hauptthema der Menschenführung nimmt somit wesentliche Teile der Weiterbildung ein. Ebenso müssen aber das Rechnungswesen, das organisatorische Geschick, der Einsatz moderner Medien, die Werkstoffkunde sowie die Planung einer Baustelle grundlegend erlernt werden. Die Weiterbildung zum Vorarbeiter stellt somit einen wichtigen Schritt dar, um sich künftig zum Polier oder zu anderen führenden Tätigkeiten im Baugewerbe ausbilden zu lassen.

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